Corona - Verdienstentgang – Arbeitgeberentschädigung bei behördlich angeordneter Covid-19-Mitarbeiterquarantäne

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Erfolgt für Dienstnehmer eine behördlich angeordnete Quarantänemaßnahme in Form eines Absonderungsbescheides, so muss das Entgelt gemäß den Bestimmungen des Epidemiegesetzes (EpiG) durch den Dienstgeber weiterbezahlt werden. Als Dienstgeber haben Sie allerdings gegenüber dem Bund einen Anspruch auf Kostenersatz.

Welche Kosten werden ersetzt?

Die Rückerstattung umfasst das fortbezahlte Entgelt inklusive Dienstgeberanteil zur gesetzlichen Sozialversicherung (exklusive Arbeitslosenversicherung).

Wie erfolgt die Antragstellung?

Den Antrag müssen Sie innerhalb von 3 Monaten nach Beendigung der behördlichen Quarantäne bei jener (Bezirksverwaltungs)Behörde einreichen, die den behördlichen Absonderungsbescheid erlassen hat.

Für die Antragstellung ist ein formloses Schreiben mit folgendem Inhalt ausreichend:

  • Betreff: „Antrag auf Vergütung des Verdienstentgangs gem. § 32 EpiG”
  • Firmenname, Kontoverbindung
  • Name des Arbeitnehmers
  • Zeitpunkt seiner behördlichen Absonderung samt Bescheid über die Anordnung
  • Zeitpunkt der Aufhebung der Absonderung samt Bescheid darüber
  • Nachweis der Entgeltfortzahlung durch an den Arbeitnehmer (z.B. Lohnzettel, Überweisungsbeleg etc.)

Wann besteht kein Anspruch auf Entschädigung?

Bei bloßer Empfehlung der Gesundheitshotline 1450 zur Selbstisolation und Selbstbeobachtung besteht kein Anspruch auf Rückerstattung. Eine Krankschreibung durch einen Arzt (ohne Vorliegen eines behördlichen Absonderungsbescheides) führt zu einem Krankenstand mit Arbeitsunfähigkeit und üblichem Anspruch auf Entgeltfortzahlung, allerdings zu keinem Entschädigungsanspruch des Dienstgebers nach dem EpiG.

Hinweis: Antragsformulare sind ua auch über die Homepage der Bundesländer aufrufbar