Kurzarbeit geht in die Verlängerung

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Die Kurzarbeit ermöglicht im Normalfall eine Reduktion der Arbeitszeit auf 50% (in Ausnahmefällen auch darunter). Bei der Corona-Kurzarbeit kann die Arbeitszeit bis zum völligen Arbeitsausfall reduziert werden, und das bei einem Nettoeinkommensersatz von 80-90%.

Wir bieten einen kurzen Überblick über die wichtigsten Eckpunkte:

  • Die Antragstellung ist 14 Tage rückwirkend ab Beginn der Kurzarbeit möglich. Die Frist zur Antragstellung endet mit Ablauf des 14. Tages nach Beginn der Kurzarbeit, spätestens aber mit 15. Dezember 2021 (in OÖ: 19. Dezember 2021).

  • Unternehmen, die einer bestimmten Branche (ÖNACE 2008 Code) zugehören, steht bis 31. Dezember 2021 eine ungekürzte Beihilfe (100%, keine Kürzung auf 85%) zu.

  • Änderungsbegehren auf Erhöhung der Ausfallsstunden auf über 50% sind bis Ende des aktuellen Kurzarbeitszeitraumes möglich.

  • Die Verpflichtung, mindestens 50% der Ausfallszeit von kurzarbeitenden Lehrlingen für Aus- und Weiterbildungen zu nutzen, entfällt für November und Dezember 2021.

  • Die Pflicht zur Bestätigung der wirtschaftlichen Begründung durch einen Steuerberater entfällt für
    o direkt vom Lockdown betroffene Unternehmen oder
    o Unternehmen, die die Kurzarbeit nur für die Zeit des Lockdowns beantragen.

  • Die Pflicht zu einem vorhergehenden Beratungsverfahren entfällt voraussichtlich auch für jene Betriebe, die zwischen
    1. April 2021 bis zum 30. Juni 2021 nicht in Kurzarbeit waren (Kurzarbeitsrichtlinie noch nicht angepasst).
    Tipp: bis eine Anpassung der IT im AMS-Webportal erfolgt ist, ist die Frage „Beratung abgeschlossen“ mit „JA“ zu beantworten.

Hinweis: Im eAMS-Konto können besonders betroffene Unternehmen mit einem laufenden Kurzarbeitsprojekt einen Antrag auf Änderung einer laufenden Beihilfe mit der Begründung „Betretungsverbot“ stellen.