Corona - Wirte-Paket: Auf Details bitte warten

Die heimische Gastronomie darf wieder öffnen, unter strengen Vorgaben zwar, aber dafür mit einem Hilfspaket auf dem Tablett: Es wird niedrigere Steuern auf alkoholfreie Getränke geben und eine Abschaffung der Schaumweinsteuer. 500 Millionen Euro aus dem 38 Milliarden schweren Corona-Hilfspaket werden an die heimische Gastronomie gehen.

Entlastungen für die Gastronomie

Das Wirtshaus-Paket enthält einen Mix aus steuerlichen und bürokratischen Entlastungen.

  1. Senkung der Steuer auf nichtalkoholische Getränke ab Juli von 20 % auf 10 % bis Jahresende 2020. Empfohlen wird den Wirten, die Getränkepreise trotz Steuersenkung gleich zu lassen. So soll allein diese Maßnahme im 2. Halbjahr 2020 für eine Entlastung in Höhe von rund 200 Millionen Euro sorgen.
  2. Vereinfachung und Entlastung durch höhere Pauschalierung
  • Dauerhaft soll die Anhebung der Obergrenze für pauschalierte Betriebe sein – sie soll von 255.000 auf 400.000 Euro ansteigen
  • Erhöhung der Grundpauschale von 10 auf 15 % (befristet bis Ende 2020)
  • Erhöhung des Mindestpauschalbetrages von 3.000 auf 6.000 Euro
  1. Mehr Geld für Dorfwirtshäuser: Die Mobilitätspauschale für Dorfwirtshäuser soll in Gemeinden bis 5.000 Einwohner von 2 auf 6 % steigen und auf 4 % in Gemeinden bis 10.000 Einwohner.
  2. Höhere Essensgutscheine für mehr Konsum: Anhebung der Höchstgrenze für steuerfreie Gutscheine von derzeit 4,4 Euro auf 8 Euro (im Gasthaus verwendbar) und von 1,1 Euro auf 2 Euro (für Lebensmittelgeschäfte).
  3. Die Absetzbarkeit von Geschäftsessen wird von 50 auf 75 % erhöht und damit mehr Anreiz für Geschäftsessen in den Wirtshäusern geschaffen.
  4. Die Abschaffung der Schaumweinsteuer soll zu einer Entlastung der österreichischen Winzerinnen und Winzer sowie der Konsumenten führen.

Detailinformationen fehlen noch

Mit den Ankündigungen stellen sich gleichzeitig auch neue Fragen: Gilt die angekündigte Umsatzsteuersenkung für alkoholfreie Getränke nur für kalte oder auch für warme Getränke wie Kaffee und Tee? Hat die Nachtgastronomie einfach Pech gehabt, wenn diese Steuersenkung für sie nicht greift? Wird die Kurzarbeit angepasst werden und auch für Saisonbetriebe gelten?

Es fehlen noch viele Details, wofür die angekündigten 500 Millionen Euro genau verwendet werden. Wir halten Sie auf dem Laufenden.