Betriebshilfeleistungen der SVA

Wenn ein Unternehmer krankheits- oder unfallbedingt für längere Zeit ausfällt, kann das für den Betrieb schwerwiegende Folgen haben – bis hin zur Betriebsschließung. Deshalb bietet die gewerbliche Krankenversicherung bei sozialer Schutzbedürftigkeit Betriebshilfeleistungen zur Aufrechterhaltung des Betriebes an.

Voraussetzungen:

  • bestehende Pflichtversicherung während der Inanspruchnahme der Betriebshilfe
  • der Betriebshelfer muss zur Aufrechterhaltung des Betriebes notwendig sein
  • Arbeitsunfähigkeit von mehr als 14 Tagen
  • ein jährliches Gesamteinkommen bis maximal € 20.383,20 (Wert 2018)
    Ausnahmen: Betriebshilfe bei Mutterschutz, Pflege eines behinderten Kindes

Hinweis:
Im Einzelfall kann auch bei höheren Einkünften eine Betriebshilfe beantragt werden, wenn glaubhaft gemacht wird, dass die derzeitigen persönlichen Einkommensverhältnisse die Aufrechterhaltung des Betriebes ohne Betriebshilfe nicht zulassen.

Inanspruchnahme
Die Betriebshilfe kann entweder als Geldleistung in Form von Zuschüssen oder als Sachleistung durch Bereitstellung eines Betriebshelfers gewährt werden.

Sachleistung
Durch Verträge mit Betriebshilfevereinen kann die SVA einen kostenlosen Betriebshelfer für den Zeitraum der Arbeitsunfähigkeit zur Verfügung stellen, höchstens jedoch 70 Tage pro Kalenderjahr. Eine Verlängerung  um  maximal um 5 Tage für Einschulungszwecke  ist möglich.

Die Anträge auf Beistellung eines Betriebshelfers sind beim jeweiligen Betriebshilfeverein einzubringen. 

Geldleistung
Muss der Unternehmer wegen seiner Notlage einen zusätzlichen Mitarbeiter beschäftigen, kann eine teilweise  Übernahme der Kosten beantragt werden.

Die Höhe des Zuschusses beträgt bis zu € 7,50 pro Stunde, höchstens jedoch € 67,50 pro Tag und ist mit 80 % der anfallenden Kosten begrenzt.

Auch hier wird der Zuschuss nur für höchstens 70 bzw. 75 Tage pro Kalenderjahr gewährt.

Anträge auf Übernahme der Kosten sind bei der jeweiligen Landesstelle der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft einzubringen.

Vorsicht!
Sowohl auf die Sachleistung  als auch auf die Geldleistung besteht kein Rechtsanspruch.