3G am Arbeitsplatz: Was bedeutet das für Arbeitgeber und Arbeitnehmer

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Aufgrund der aktuellen Entwicklung der Corona-Zahlen und Inzidenzen wurden die Corona-Vorsichtsmaßnahmen für den Arbeitsplatz angepasst. Seit 1. November 2021 gilt die 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet) für jeden Arbeitnehmer, bei dem ein physischer Kontakt zu anderen Personen nicht ausgeschlossen werden kann.

Mit einer Übergangsfrist bis zum 14. November 2021 müssen alle Dienstnehmer ohne 3G-Nachweis durchgehend eine FFP2-Maske tragen. Die neue Regelung wirft für Dienstgeber viele Fragen auf - inwiefern die Maßnahmen arbeitsrechtlich zu vertreten sind, ist derzeit noch offen.

2021_11_13_15_31_41_G_Google_Suche.png Muss der Arbeitgeber die Einhaltung der 3G-Regel kontrollieren?
Der Arbeitgeber muss seine Mitarbeiter über die 3G-Regeln im Betrieb informieren und die Einhaltung derselben zumindest in Stichproben kontrollieren. Die Kontrollen sollen jedenfalls unangekündigt erfolgen und sind zu dokumentieren. Bei Zuwiderhandeln (überhaupt keine Kontrolle, wissentliches Arbeiten der Mitarbeiter ohne 3G-Nachweis) muss der Arbeitgeber mit einer Verwaltungsstrafe von bis zu EUR 3.600,00 rechnen. Arbeitnehmer müssen für den gesamten Arbeitstag den 3G-Nachweis bereithalten und diesen im Falle einer Kontrolle (durch den Arbeitgeber oder ein zuständiges behördliches Organ) vorweisen, die Missachtung wird mit einer Verwaltungsstrafe für den Arbeitnehmer mit bis zu EUR 500,00 bedroht.

Hinweis: Lassen Sie sich von Ihren Mitarbeitern schriftlich bestätigen, dass die 3G-Regel eingehalten wird. Sollten Sie diesbezüglich Vorlagen benötigen, können Sie uns gerne kontaktieren.

Datenschutz: Der Arbeitgeber darf die im Zuge der 3G-Kontrolle ermittelten Daten zwar erheben, aber nicht speichern und/oder weiterverarbeiten. Das Erstellen und Aufbewahren von Verzeichnissen ist aus datenschutzrechtlichen Gründen noch umstritten.

2021_11_13_15_31_41_G_Google_Suche.png Welche Tests zählen?
Für die Einhaltung des dritten G sieht die Vorordnung derzeit einen gültigen negativen PCR-Test vor (in NÖ gültig für 72 Stunden ab Testabnahme). In besonders sensiblen Bereichen (Nachtgastronomie, Großveranstaltungen) müssen nur getestete Personen zusätzlich eine FFP2-Maske tragen. Für Mitarbeiter in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen wird zusätzlich für geimpfte und genesene Personen ein Mund-Nasenschutz vorgeschrieben.

Hinweis:  Welche Test-Arten in welchem Bundesland für welche Zwecke und für welche Dauer gelten, finden Sie auf der Internetseite des Gesundheitsministeriums.

2021_11_13_15_31_41_G_Google_Suche.png Wann haben Tests zu erfolgen?
Arbeitnehmer müssen sich um den 3G-Nachweis selbst kümmern. Etwaige Tests haben in der Freizeit zu erfolgen, die benötigte Zeit zählt nicht als Arbeitszeit. Eine anderslautende Einzel- oder Betriebsvereinbarung kann getroffen werden.